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Wurst.

Es ist soweit. Der neue KitchenAid-Wurstaufsatz wurde getestet! Vorab schon mal das Fazit: Lecker. Aber eines nach dem anderen...


Eine gute Wurst beginnt mit guten Zutaten. Da ich mich für eine Salsiccia, eine unendlich köstliche, italienische Bratwurst, entschieden habe, sehen diese folgendermaßen aus:




  • 1kg Schweineschulter, gut durchwachsen

  • 3EL Meersalz

  • 3EL Pfefferkörner, schwarz

  • 4EL Oregano, gerieben

  • 4EL Rosmarin, gerieben

  • 1TL Nelken

  • 1EL Pimentkörner

  • 3EL Fenchelsamen

  • 1 rote Zwiebel

  • 2-3 Zehen Knoblauch

  • 1EL Wacholderbeeren

  • Lorbeerblätter

  • Muskatnuss, gerieben

  • Zitronenabrieb

  • Pecorino

  • DARM (Ich nutze Eiweiß-Kunstdarm)



Zunächst werden Pfeffer, Nelken, Piment, Fenchelsamen und Wacholderbeeren in einer Pfanne ohne Öl geröstet. Bereits hier kann man riechen, wie genial die Wurst nachher schmecken wird. Nach ein paar guten Röstaromen werden die Gewürze zusammen mit Oregano und Rosmarin im Mörser ordentlich gemahlen.



Nun kann damit begonnen werden, das Fleisch in Streifen zu schneiden. Warum Streifen? Ganz einfach: Die KitchenAid mit FGA (Food Grinder Attachment) kann zwar einiges, streckt aber irgendwann auch die Flügel, wenn die Stücke zu groß und sehnig sind. Um gutes gewolftes Fleisch zu erhalten, sollte man also schöne Streifen produzieren. Währenddessen wird eine sehr fein gehackte Zwiebel mit sehr fein gehacktem Knoblauch in etwas Öl glasig gebraten.


Sind die Zwiebeln fertig, können sie zusammen mit dem Fleisch und den übrigen Zutaten gut vermengt werden. Ich habe mein Fleisch sofort gewolft, man könnte es aber sicher noch ein wenig ziehen lassen. Je nun. Stück für Stück rein in den Fleischwolf, anfangs durch die grobe Scheibe. Die Hälfte der Masse kann nachher noch fein gewolft werden, um eine gute Bratwurst zu bekommen.




Gut gewolft ist es nun an der Zeit, das Fleisch vor der letzten Verarbeitung ordentlich zu kühlen. Während man also seine Küchenmaschine ordentlich reinigt und keimfrei macht, kann das Fleisch im Tiefkühlfach ein paar Grad abkühlen. Ist übrigens auch ein guter Zeitpunkt für einen Schluck Bier.

Nach der Reinigung wird schnell das breite Wurstfüllhorn aufgeschraubt, vor die Schnecke wird statt des Messers ein Abstandhalter aus Plastik gespannt. Der Darm sollte nun auf das Wurstfüllhorn gestriffen werden, hier kommen eure Kenntnisse aus dem Biologieunterricht gut zum Tragen...

Ist der Darm aufgezogen, kann das Fleisch bis zur Spitze des Füllhorns gedreht werden. So wird vermieden, dass am Ende zu viel Luft in der Wurst ist, und sich die Keime verbreiten wie wild.



Nun kann auf Stufe 2 gemächlich und behutsam die Wurst in die Pelle gepresst werden. Der Darm wird einfach mit leichtem Druck am Füllhorn gehalten, während die andere Hand das Fleisch nachstopft. Die Schwerkraft leistet den Rest der Arbeit, irgendwann kringelt sich dann die fertige Wurst auf der Anrichte.



Der Ganze Vorgang dauert nicht lange, sollte die KitchenAid gelegentlich versuchen, das Fleisch zurückzuhalten, sollte einfach kurz das Füllhorn abgeschraubt und das Hack ein Stückchen ohne Horn gedreht werden. Bei mir hat es so bestens funktioniert.



Der Knackpunkt des Ganzen kommt eigentlich erst an dieser Stelle: Dem Abdrehen der einzelnen Würste! Eigentlich sollten diese mit wechselnder Richtung wie Bonbons gedreht werden. Bei meinem ersten Wurstperiment jedoch war der Darm etwas zu prall gefüllt, weshalb diese Technik nicht sonderlich erfolgreich war. Die abgetrennten Würste hatten teils offene Zipfel, was allerdings nur ein Schönheitsfehler ist.



Zum Schluss bleibt nur zu sagen: Experiment geglückt, Patient verwurstet. Die KitchenAid lässt sich beim Wursten prima per Hand von einer Person bedienen, es geht alles flott, und die Teile lassen sich einfach reinigen. Beim nächsten Mal werde ich mich an Lamm versuchen, und Merguez herstellen. Der Sommer kann kommen!


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